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Druckermarken in PDF einfuegen: Beschnitt-, Passer-, Falz- und Farbmarken

Erfahren Sie, wie Sie alle Arten von Druckermarken in ein PDF einfuegen -- Beschnittmarken, Passermarken, Falzmarken und Farbkontrollstreifen. Umfasst Markenspezifikationen, Platzierungsregeln, Industriestandards und automatisches Hinzufuegen mit den browserbasierten Tools von PDF Press.

PDF Press Team
13 min read·15. März 2026

Was sind Druckermarken und warum sind sie wichtig?

Druckermarken sind standardisierte visuelle Indikatoren, die ausserhalb des Beschnittbereichs eines Druckbogens platziert werden. Sie kommunizieren praezise Anweisungen an Druckmaschinenbediener, Weiterverarbeitungsausstattung und Qualitaetskontrollpersonal. Ohne sie basiert jeder Produktionsschritt -- Plattenausrichtung, Beschnitt, Farbverifizierung -- auf Vermutungen.

Es gibt vier Hauptkategorien von Druckermarken:

  • Beschnittmarken (Schnittmarken): Kurze Linien an Seitenecken, die anzeigen, wo geschnitten werden soll.
  • Passermarken: Fadenkreuz-Zielmarken zur Ausrichtung der Farbseparationsplatten auf einer Mehrfarbendruckmaschine.
  • Falzmarken: Linien, die anzeigen, wo bei Broschueren, Heften und Verpackungen gefalzt werden soll.
  • Farbkontrollstreifen: Farbfelder zur Ueberpruefung von Farbdichte und Farbgenauigkeit waehrend des Drucklaufs.

In professionellen Workflows werden Marken waehrend der Ausschiessung hinzugefuegt, nicht waehrend des Designs. Die Ausschiessung-Software kennt die Position jedes Elements auf dem Druckbogen und platziert Marken mit perfekter Praezision. Fuer Nutzen-Layouts, Broschueren und Produktionsboegen sollten Marken immer vom Ausschiessung-Tool generiert werden.

Dieser Leitfaden behandelt jeden Markentyp: seinen Zweck, Spezifikationen, Platzierungsregeln und wie man ihn mit den browserbasierten Tools von PDF Press hinzufuegt -- ohne Softwareinstallation oder Datei-Uploads.

Beschnittmarken (Schnittmarken): Spezifikationen und Platzierung

Beschnittmarken -- auch Schnittmarken genannt -- sind kurze Linien an Seitenecken, die genau anzeigen, wo das Papier geschnitten werden soll. Jeder kommerzielle Druckauftrag erfordert sie, es sei denn, der RIP des Druckers generiert automatisch Marken.

Standardspezifikationen:

EigenschaftStandardwertAkzeptabler Bereich
Linienstaerke0,3pt (0,1mm)0,25 – 0,5pt
Abstand vom Beschnitt3mm (8,5pt)2 – 5mm
Linienlaenge5mm (14pt)3 – 10mm
FarbePasserfarbe (100% CMYK)100% K fuer Digitaldruck

Jede Ecke hat zwei senkrechte Linien, die von der Beschnittecke nach aussen verlaufen und eine offene L-Form bilden. Ein Abstand gleich dem Versatz verhindert Farbaufbau und haelt Marken ausserhalb der Beschnittzone. Die Linien kreuzen sich nicht an der Ecke -- dieser bewusste Abstand eliminiert Mehrdeutigkeit ueber den exakten Beschnittpunkt und verhindert starken Farbaufbau, der sich waehrend des Stapelns auf das Endprodukt uebertragen koennte.

Abstand und Beschnitt: Der Markenabstand muss mindestens dem Beschnittabstand entsprechen. Bei Standard 3mm Beschnitt und 3mm Abstand beginnt die Marke genau dort, wo der Beschnitt endet, und erzeugt eine saubere visuelle Grenze.

Innere Marken: Nutzen-Layouts (z.B. 4-Nutzen-Visitenkarten) benoetigen Beschnittmarken an jeder internen Schnittgrenze, nicht nur am aeusseren Umfang. PDF Press generiert sowohl Umfangs- als auch innere Marken automatisch.

Passerfarbe vs. Prozessschwarz: Verwenden Sie Passerfarbe (100% aller CMYK-Farben) fuer den Offsetdruck, damit Marken auf jeder Platte erscheinen. Fuer rein digitale Workflows erzeugt 100% K sauberere Marken.

Passermarken: Farbseparationen ausrichten

Passermarken sind Praezisionszielmarken, die auf jeder Farbseparationsplatte gedruckt werden. Der Druckmaschinenbediener richtet alle Platten aus, indem er diese Zielmarken ueberlagert -- wenn sie perfekt uebereinanderliegen, ist der Auftrag 'im Passer'.

In der Offset-Lithographie wird jede CMYK-Farbe von einer separaten Platte aufgetragen. Schon 0,1mm Fehlausrichtung erzeugt sichtbare Farbsaeume und Halbton-Moire. Passermarken liefern die visuelle Referenz zur Erkennung und Korrektur dieser Abweichungen.

Gaengige Stile:

  • Standard-Fadenkreuz (Bull's-Eye): Ein Kreis mit zentrierten Fadenkreuzlinien. Der Kreis bietet Grobausrichtung; das Fadenkreuz bietet Feinausrichtung. Ca. 5mm Durchmesser.
  • Sternzielmarke: Radiale feine Linien von einem Mittelpunkt, zur Erkennung von Dublieren und Schleppen, die einfache Fadenkreuze uebersehen.
  • Mikro-Passermarken: Sehr kleine (1-2mm) Fadenkreuze fuer hochpraezise Verpackungs- und Sicherheitsdrucke.
  • Eckenmarken: Fadenkreuze an jeder Bogenecke zur Verifizierung der Passerkonsistenz ueber den gesamten Bogen.
  • GATF/FIRST-Marken: Industrie-Standardmarken fuer automatische Passersysteme auf modernen Druckmaschinen.

Platzierung: Passermarken kommen ausserhalb der Beschnitt- und Beschnittzonen, typischerweise in der Mitte jedes Bogenrandes (oben, unten, links, rechts). Alle Marken muessen Passerfarbe (100% aller Farben) verwenden, damit sie auf jeder Platte identisch erscheinen.

Digitaldruck: Digitale Druckmaschinen tragen alle Farben in einem Durchgang mit internen Ausrichtungssystemen auf, was externe Passermarken weniger kritisch macht. Sie bleiben jedoch nuetzlich fuer Qualitaetsverifizierung und zur Bestaetigung der Vorder-Rueckseiten-Passung bei Duplexdruck-Auftraegen.

PDF Press unterstuetzt 7 Passermarken-Stile, gerendert als Vektor-Overlays direkt im PDF fuer scharfe Reproduktion bei jeder Ausgabeaufloesung.

Falzmarken: Praezise Falzungen fuehren

Falzmarken sind kurze Linien am Kopf und Fuss eines Bogens, die anzeigen, wo gefalzt werden soll. Sie sind unverzichtbar fuer Broschueren, Hefte, Grusskarten, Verpackungen und Mailings. Schon 1mm Falzfehler ist bei einer Wickelfalz-Broschuere sofort sichtbar.

Gaengige Falztypen:

  • Halbfalz: Ein Mittelfalz, der zwei gleiche Felder erzeugt.
  • Wickelfalz (Letter-Falz): Zwei Falze ergeben drei Felder. Das Innenfeld ist 1-2mm schmaler, um Woelbung zu verhindern.
  • Zickzackfalz: Zwei Falze in wechselnden Richtungen (Tal, dann Berg). Manche Workflows verwenden verschiedene Linienstile zur Richtungsanzeige.
  • Fensterfalz: Zwei aeussere Felder falzen nach innen zur Mitte.
  • Leporellofalz: Mehrere wechselnde Falze mit vier oder mehr Feldern.
  • Rollfalz: Felder rollen progressiv nach innen, wobei jedes Innenfeld 1-2mm schmaler ist, um die Papierstaerke auszugleichen.

Spezifikationen: Falzmarken sind 3-5mm lang, 0,2-0,3pt stark, oft gestrichelt oder gepunktet, um sie von Beschnittmarken zu unterscheiden. Die Farbe sollte Passerfarbe fuer Offset sein, 100% K fuer Digitaldruck.

Rillung: Schwere Materialien (ueber 170 g/m2) benoetigen Rillung vor dem Falzen, um Rissbildung zu verhindern. Falzmarken dienen doppelt -- sie zeigen sowohl Rill- als auch Falzpositionen an. Das Falzmarken-Tool von PDF Press unterstuetzt alle sechs Falztypen mit Rilllinien-Indikatoren.

Farbkontrollstreifen: Druckqualitaet verifizieren

Farbkontrollstreifen sind Reihen farbiger Felder, die am Bogenrand gedruckt werden. Ein Densitometer oder Spektralphotometer liest diese Felder, um Farbdichte, Tonwertzuwachs, Trapping und Graubalance waehrend des Drucklaufs zu verifizieren.

Wichtige Feldtypen:

  • Volltonfelder (100%): Volldichte C-, M-, Y-, K-Felder zur Verifizierung der Farbschichtdicke.
  • Rasterton-Felder (25%, 50%, 75%): Gerasterte Felder, die den Tonwertzuwachs zeigen -- die Zunahme der Halbtonpunktgroesse waehrend des Transfers.
  • Ueberdruckfelder (C+M, C+Y, M+Y): Mehrfarben-Felder zur Verifizierung des Trappings -- die Faehigkeit nasser Farbe, eine weitere Farbschicht aufzunehmen.
  • Graubalance-Felder: Ausgewogene C/M/Y-Kombinationen, die neutrales Grau ergeben sollten. Der empfindlichste Gesamtindikator fuer Farbgenauigkeit.
  • Schlepp-/Dublierzielmarken: Feinlinienmuster, die Zylindergleiten oder Gummituch-Rueckprall aufdecken.

Standards: Der FOGRA-Medienkeil (europaeisch/ISO) und der GRACoL/G7-Streifen (nordamerikanisch) sind die beiden am weitesten verbreiteten. Fragen Sie Ihre Druckerei, welchen Standard sie verwenden.

Platzierung: Farbkontrollstreifen werden entlang der Greifer- oder Hinterkante platziert, ueber die gesamte Druckbreite, in der Farbzone positioniert, damit der Bediener die Dichte pro Farbzone anpassen kann. Details in unserem vollstaendigen Farbkontrollstreifen-Leitfaden.

Das Farbkontrollstreifen-Tool von PDF Press fuegt CMYK-Kontrollstreifen als Vektor-Overlays hinzu. Konfigurieren Sie Streifenposition, Feldgroesse und Abstand passend zu Ihrer Druckmaschine.

Wann welche Marken verwenden: Ein Entscheidungsleitfaden

Nicht jeder Auftrag benoetigt jeden Markentyp. Hier ist ein Entscheidungsrahmen:

ProdukttypBeschnittPasserFarbstreifenFalz
Visitenkarten (Nutzen)ErforderlichEmpfohlenOptionalNein
Flyer / PosterErforderlichEmpfohlenOptionalNein
Wickelfalz-BroschuerenErforderlichEmpfohlenOptionalErforderlich
RueckstichheftungErforderlichErforderlichEmpfohlenEmpfohlen
Verpackung (Kartons)ErforderlichErforderlichErforderlichErforderlich
Etiketten / AufkleberErforderlichOptionalOptionalNein
Offset-Grossauflagen (5000+)ErforderlichErforderlichErforderlichBei Falzung
Digitale KleinauflagenErforderlichOptionalOptionalBei Falzung

Faustregeln:

  • Beschnittmarken sind immer erforderlich fuer jeden Auftrag, der beschnitten wird. Die einzige Ausnahme ist formatgenauer Druck ohne Beschnitt.
  • Passermarken sind fuer Offset erforderlich, wo jede Farbe eine eigene Platte hat. Optional fuer Digitaldruck, aber nuetzlich fuer Duplexdruck-Ausrichtung.
  • Farbkontrollstreifen sind fuer Offset-Auflagen erforderlich, bei denen die Farbdichte ueberwacht werden muss. Optional fuer Digitaldruck, wo die Farbe intern vom Motor gesteuert wird.
  • Falzmarken sind immer erforderlich, wenn gefalzt wird -- Broschueren, Hefte, Verpackungen, Grusskarten und Mailings.

Im Zweifelsfall alle Marken einschliessen. Ein erfahrener Bediener kann Marken ignorieren, die er nicht benoetigt, aber er kann keine Marken erzeugen, die in Ihrer Datei fehlen. Die Kosten zusaetzlicher Marken sind wenige Millimeter Bogenflaeche; die Kosten fehlender Marken koennen ein fehlausgerichteter, falsch beschnittener oder falsch gefalzter Drucklauf sein, der Material und Maschinenzeit verschwendet.

Druckermarken mit PDF Press hinzufuegen (Schritt fuer Schritt)

PDF Press bietet dedizierte Tools fuer jeden Markentyp, die vollstaendig in Ihrem Browser laufen, ohne Datei-Uploads. Marken werden als Vektor-Overlays in der PDF-Ausgabe gerendert.

Schritt 1: PDF hochladen. Ziehen Sie Ihr PDF (oder PNG/JPEG) auf pdfpress.app. Die Datei laedt sofort im Browser.

Schritt 2: Layout anwenden. Waehlen Sie ein Layout-Tool (Karten, Raster, Broschuere usw.) und konfigurieren Sie Papiergroesse, Raender und Anordnung.

Schritt 3: Schnittmarken hinzufuegen. Fuegen Sie das Schnittmarken-Tool nach Ihrem Layout-Schritt hinzu. Konfigurieren Sie Markenform (Linie, Kreis oder Kreuz), Linienlaenge, Staerke, Versatzabstand, Vierfarbschwarz, Aussparung und Weiterverarbeitungs-Voreinstellungen (Durchschnitt, Anschnitt, Rillung, Perforation).

Schritt 4: Passermarken hinzufuegen. Fuegen Sie das Tool hinzu und waehlen Sie aus 7 Markenstilen. Marken werden automatisch an Standardpositionen in Passerfarbe platziert.

Schritt 5: Falzmarken hinzufuegen. Fuer gefalzte Produkte waehlen Sie den Falztyp (Halbfalz, Wickelfalz, Zickzackfalz, Fensterfalz, Leporellofalz oder Rollfalz). Rilllinien-Indikatoren sind fuer schwere Materialien enthalten.

Schritt 6: Farbkontrollstreifen hinzufuegen. Fuer Offset- oder qualitaetskritische Auftraege fuegen Sie das Farbkontrollstreifen-Tool hinzu. Konfigurieren Sie Position und Feldlayout passend zu Ihrer Druckmaschine.

Schritt 7: Vorschau und Herunterladen. Die Echtzeit-Vorschau zeigt alle Marken so, wie sie erscheinen werden. Zoomen Sie auf 300%+ zur Pruefung. Laden Sie das endgueltige PDF mit allen als Vektorpfade eingebetteten Marken herunter.

Hauptvorteil: Alle Tools sind stapelbar und unabhaengig. Wenden Sie jede Kombination an, ordnen Sie um, duplizieren Sie mit verschiedenen Einstellungen oder entfernen Sie Schritte frei.

Druckermarken-Spezifikationen: Kurzreferenz

Standardspezifikationen fuer die Konfiguration von Marken in jeder Anwendung:

MarkentypStaerkeAbstandGroesseFarbe
Beschnittmarken0,3pt3mm5mm LiniePasserfarbe
Passermarken0,3pt5-8mm5mm Durchm.Passerfarbe
Falzmarken0,2-0,3pt3mm3-5mmPasserfarbe
FarbkontrollstreifenN/A5-10mm5mm FelderCMYK
Mittenmarken0,3pt3mm5mmPasserfarbe

Einheitenumrechnung: 1pt = 1/72" = 0,3528mm. Standard 3mm Abstand = 8,5pt. Standard 5mm Markenlaenge = 14,17pt.

Passerfarbe: 100% Cyan + 100% Magenta + 100% Gelb + 100% Schwarz. Im Gegensatz zu Prozessschwarz (nur 100% K) oder Tiefschwarz erscheint Passerfarbe auf jeder Separationsplatte -- unverzichtbar fuer die Verifizierung der Plattenausrichtung.

Benoetigter Platz: Alle Marken liegen ausserhalb der Beschnittgrenze. Das Layout von innen nach aussen: Beschnitt → Beschnittzone (3mm) → Abstand (3mm) → Marke (5mm) → Rand. Gesamter Zusatzplatz pro Seite: mindestens 11mm. Ein Letter-Stueck mit Marken benoetigt einen Bogen von mindestens 9,37" x 11,87".

Marken in InDesign, Illustrator und Acrobat hinzufuegen

Designanwendungen bieten eingebaute Marken beim PDF-Export, aber mit Einschraenkungen im Vergleich zu Ausschiessung-Software.

Adobe InDesign: Datei > Exportieren > Adobe PDF (Druck) > Marken und Anschnitt. Verfuegbar: Beschnitt-, Anschnitt-, Passer-, Farbkontrollstreifen-, Seiteninformation. Konfigurierbare Staerke und Abstand. Einschraenkungen: Nur westlicher Stil, keine japanischen/kreisfoermigen Marken, feste Markenlaenge, keine Kiss-Cut/Rillungs/Perforations-Voreinstellungen, keine inneren Marken fuer Nutzen-Layouts.

Adobe Illustrator: Datei > Speichern unter > Adobe PDF > Marken und Anschnitt. Verwendet 'Beschnittmarken' (identisch mit InDesigns 'Schnittmarken'). Hat auch ein Legacy-Objekt > Beschnittmarken erstellen, das permanente Markenobjekte zeichnet. Gleiche Einschraenkungen wie InDesign.

Adobe Acrobat Pro: Werkzeuge > Druckproduktion > Druckermarken hinzufuegen. Kann Marken zu bestehenden PDFs ohne Quelldateien hinzufuegen. Kritische Einschraenkung: Marken werden permanent als Seiteninhalt eingebettet. MediaBox wird moeglicherweise nicht vergroessert, was zu Beschneidung fuehrt. Kein Beschnitt-Bewusstsein. Besserer Ansatz: Seitenboxen zum Definieren von TrimBox/BleedBox verwenden, dann Ausschiessung-Software Marken generieren lassen.

Warum Ausschiessung-Tools besser sind: Design-Apps fuegen Marken relativ zu einzelnen Seiten hinzu. In Nutzen-Layouts ueberlagern sich seitenweise Marken oder verfehlen innere Schnitte. PDF Press generiert Marken relativ zum gesamten Druckbogen -- aeussere Raender, innere Schnitte, Falzpositionen -- als nicht-destruktive Vektor-Overlays, die sich aktualisieren, wenn das Layout sich aendert.

Haeufige Fehler beim Hinzufuegen von Druckermarken

Druckermarken sind eine haeufige Quelle fuer Druckvorstufen-Fehler. Hier sind die gaengigsten Fehler:

1. Doppelte Marken aus Designdatei und Ausschiessung-Tool. Ein Designer exportiert mit Marken, dann fuegt der Druckvorstufen-Operator weitere hinzu. Zwei ueberlagerte Saetze verwirren den Schneider. Loesung: Ohne Marken exportieren; das Ausschiessung-Tool sie hinzufuegen lassen.

2. Unzureichender Bogenplatz. Marken benoetigen 8mm+ ueber den Beschnitt hinaus auf jeder Seite. Wenn MediaBox der TrimBox entspricht, werden Marken still abgeschnitten. Loesung: Bogen muss mindestens 22mm breiter und hoeher als das Endformat sein.

3. Prozessschwarz statt Passerfarbe. 100% K-Marken erscheinen nur auf der Schwarzplatte. Andere Platten haben keine Ausrichtungsreferenz. Loesung: Passerfarbe (100% CMYK) fuer Offsetarbeit verwenden.

4. Abstand kleiner als Beschnitt. Marken ueberlagern Beschnittinhalt und werden auf dunklen Hintergruenden unsichtbar. Loesung: Abstand gleich oder groesser als Beschnittabstand setzen. Aussparung fuer dunkle Hintergruende aktivieren.

5. Fehlende Falzmarken. Broschueren ohne Falzmarken erfordern manuelles Messen. Loesung: Falzmarken fuer jedes gefalzte Produkt hinzufuegen.

6. Keine Farbkontrollstreifen bei Offset-Auflagen. Farbdrift bleibt unerkannt. Loesung: Einen Farbkontrollstreifen bei jedem Offset-Auftrag einschliessen, besonders bei Auflagen ueber 1000 Bogen.

7. Falscher Markentyp fuer Weiterverarbeitung. Durchschnittmarken auf einem Kiss-Cut-Aufkleberbogen bewirken, dass die Stanze durch den Traeger schneidet. Loesung: Korrekte Voreinstellungen verwenden -- Durchschnitt, Anschnitt, Rillung oder Perforation. Das Schnittmarken-Tool von PDF Press enthaelt alle vier.

Wie Druckermarken mit Beschnitt und Seitenboxen interagieren

Druckermarken, Beschnitt und PDF-Seitenboxen sind eng verwandt. Das Verstaendnis ihrer raeumlichen Beziehung verhindert die meisten Markenprobleme.

PDF-Seitenbox-Hierarchie (von innen nach aussen):

  1. TrimBox: Endformatgroesse nach dem Schneiden.
  2. BleedBox: TrimBox erweitert um den Beschnittabstand (typischerweise 3mm). Bildmotive erstrecken sich hierhin, um weisse Raender durch leichte Beschnittvariationen zu verhindern.
  3. MediaBox: Gesamtseitengroesse einschliesslich Platz fuer Beschnitt, Marken, Slug und Raender.

Alle Marken befinden sich zwischen BleedBox und MediaBox. Beschnittmarken beginnen am Versatzabstand ausserhalb der TrimBox. Passermarken, Farbkontrollstreifen und Falzmarken sitzen weiter im Rand.

Platzbudget pro Seite: Beschnitt (3mm) + Abstand (3mm) + Markenlaenge (5mm) + Sicherheitsrand (2-3mm) = 13-14mm gesamt. Ein A4-Dokument (210 x 297mm) mit Marken benoetigt eine MediaBox von mindestens 232 x 319mm -- SRA3 (320 x 450mm) bietet ausreichend Raum.

Quell-PDF-Einrichtung: Aus InDesign/Illustrator mit Beschnitt, aber ohne Marken exportieren. Das PDF sollte haben:

  • TrimBox = Dokumentseitengroesse (z.B. 210 x 297mm fuer A4)
  • BleedBox = TrimBox + Beschnitt auf jeder Seite (z.B. 216 x 303mm fuer 3mm Beschnitt)
  • MediaBox = BleedBox oder groesser

Das Ausschiessung-Tool liest die TrimBox fuer Beschnittpositionen und die BleedBox fuer den Beschnittumfang, dann generiert es Marken relativ zur TrimBox mit dem konfigurierten Abstand und der Laenge. Der resultierende ausgeschossene Bogen hat eine MediaBox, die gross genug ist, um alle Seiten, Bundstege, Raender, Beschnitt und Marken aufzunehmen.

Druckermarken Best-Practices-Checkliste

Gehen Sie diese Checkliste durch, bevor Sie ein Produktions-PDF an die Druckerei senden:

  1. Quelldateien: Beschnitt ja, Marken nein. Designdateien enthalten 3mm Beschnitt, aber keine Marken. Marken kommen vom Ausschiessung-Tool.
  2. Beschnittmarken an jeder Schnittgrenze. Alle aeusseren Ecken plus innere Schnitte fuer Nutzen. Auf 300%+ zoomen zur Verifizierung.
  3. Abstand entspricht Beschnitt. 3mm Abstand fuer 3mm Beschnitt. Keine Ueberlappung.
  4. Passerfarbe fuer Offset. 100% CMYK auf allen Marken. 100% K akzeptabel nur fuer Digitaldruck.
  5. Passermarken fuer Offset-Auftraege. Mindestens vier Marken (eine pro Randmitte).
  6. Farbkontrollstreifen fuer Offset und Grossauflagen. CMYK-Kontrollstreifen entlang eines Bogenrandes.
  7. Falzmarken fuer gefalzte Produkte. Rilllinien-Indikatoren fuer schwere Materialien.
  8. Korrekte Weiterverarbeitungs-Voreinstellungen. Durchschnitt, Anschnitt, Rillung oder Perforation nach Bedarf.
  9. Keine doppelten Marken. Nur eine Markenquelle.
  10. Ausreichende MediaBox. Mindestens 11mm ueber Beschnitt pro Seite.
  11. Aussparung fuer dunkle Hintergruende. Weisse Kontur auf Marken fuer Sichtbarkeit.
  12. Vorschau verifiziert. Verwenden Sie die Echtzeit-Vorschau von PDF Press, um alle Marken vor dem Herunterladen zu pruefen.

Das Befolgen dieser Checkliste eliminiert die haeufigsten markenbezogenen Fehler. Kombiniert mit korrektem Beschnitt, praeziser Ausschiessung und korrektem Farbmanagement sind gut konfigurierte Druckermarken das Fundament professioneller Druckproduktion.

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