LayoutFalzung

Leporello-Ausschiesssung: Anleitung fuer Mehrfeld-Layout und Einrichtung

Meistern Sie die Leporello-Ausschiesssung fuer Mehrfeld-Broschueren, Karten und Zickzack-Broschueren. Lernen Sie Felddimensionierung, Falzreihenfolge, Beschnittbehandlung und druckfertige Einrichtung fuer 4- bis 8-feldige Leporellofalze.

PDF Press Team
14 min read·12. März 2026

Was ist ein Leporellofalz und wofuer wird er verwendet?

Der Leporellofalz, auch Zickzackfalz oder Faecher­falz genannt, ist ein Mehrfeld-Falzschema, bei dem jeder Falz abwechselnd die Richtung wechselt -- vorwaerts, rueckwaerts, vorwaerts, rueckwaerts -- wodurch eine Zickzack-Struktur entsteht, die an den Balg eines Akkordeons erinnert. Von der Kante betrachtet bildet das gefaltete Stueck eine fortlaufende Reihe von Spitzen und Taelern. Ausgefaltet oeffnet es sich zu einem einzelnen breiten, flachen Bogen, auf dem alle Felder gleichzeitig sichtbar sind.

Der Leporellofalz ist im Wesentlichen eine Erweiterung des Z-Falzes ueber drei Felder hinaus. Ein Z-Falz hat drei Felder und zwei Falze; ein Leporellofalz kann vier, fuenf, sechs, acht oder mehr Felder mit entsprechend mehr Falzen haben. Das bestimmende Merkmal bleibt dasselbe: abwechselnde Falzrichtungen und gleichbreite Felder durchgehend.

Leporellofalze werden fuer Produkte verwendet, die eine breite, durchgaengige Ansicht in einem kompakten Format praesentieren muessen: Karten, Zeitleisten, Fotogalerien, Veranstaltungsprogramme, Produktkataloge, Anleitungen und kuenstlerische Leporello-Broschueren. Sie sind die einzige Standard-Falzart, die sich unabhaengig von der Feldanzahl vollstaendig flach oeffnet, was sie einzigartig geeignet macht fuer Inhalte, die als Panorama-Display konzipiert sind.

Leporello-Ausschiesssung ist der Prozess der Anordnung von Mehrfeld-Leporello-Artwork auf einem Druckbogen, sodass jedes Feld in der korrekten Position, Ausrichtung und Reihenfolge gedruckt wird. Mit zunehmender Feldanzahl wird die Ausschiesssung anspruchsvoller: kumulative Falzlinienfehler, feldueber­greifende Bildausrichtung, Papierdicke an den Falzkanten und Beschraenkungen der Falzmaschine spielen alle in die Einrichtung hinein. Diese Anleitung behandelt den vollstaendigen Ausschiessungsprozess fuer Leporellofalze von 4 bis 8 Feldern und darueber hinaus, einschliesslich Felddimensionierung, Beschnittregeln, Weiterverarbeitungsanforderungen und Einrichtung in PDF Press.

Feldanzahlen: 4-Feld bis 8-Feld-Leporellofalze

Leporellofalze skalieren durch Hinzufuegen weiterer abwechselnder Falze. Jeder zusaetzliche Falz fuegt ein Feld pro Seite des Bogens hinzu. Hier ist die Aufschluesselung nach Feldanzahl:

4-Feld-Leporello (3 Falze):

  • 8 Felder insgesamt (4 pro Seite).
  • Fertige Breite: ein Viertel der Flachbogenbreite.
  • Gaengige Produkte: Veranstaltungsprogramme, kompakte Kataloge, Anleitungsbeilagen.
  • Falzkomplexitaet: maessig. Standard-Stauchfalzmaschinen mit 3 Falztaschen bewaeltigen dies problemlos.

5-Feld-Leporello (4 Falze):

  • 10 Felder insgesamt (5 pro Seite).
  • Fertige Breite: ein Fuenftel der Flachbogenbreite.
  • Gaengige Produkte: Pharma-Packungsbeilagen, erweiterte Zeitleisten, Klapp-Referenzkarten.
  • Falzkomplexitaet: maessig bis hoch. Erfordert 4 Falztaschen oder zwei Durchgaenge durch die Falzmaschine.

6-Feld-Leporello (5 Falze):

  • 12 Felder insgesamt (6 pro Seite).
  • Fertige Breite: ein Sechstel der Flachbogenbreite.
  • Gaengige Produkte: Tourismuskarten, Wanderfuehrer, Panorama-Fotodisplays.
  • Falzkomplexitaet: hoch. Die meisten Standard-Stauchfalzmaschinen haben maximal 4-5 Falztaschen. Kann Spezialausruestung oder Zwei-Durchgang-Falzung erfordern.

8-Feld-Leporello (7 Falze):

  • 16 Felder insgesamt (8 pro Seite).
  • Fertige Breite: ein Achtel der Flachbogenbreite.
  • Gaengige Produkte: Grossformat-Karten, Brettspiel-Anleitungen, architektonische Klappblaetter.
  • Falzkomplexitaet: sehr hoch. Erfordert fast immer Spezialfalzausruestung oder Handfalzung. Die schmale fertige Breite relativ zur Hoehe kann Handhabungsprobleme verursachen.

Feldbreitenberechnung: Bei jedem Leporellofalz entspricht die Feldbreite der Flachbogenbreite geteilt durch die Feldanzahl. Ein 6-Feld-Leporello auf einem 600 mm breiten Bogen hat Felder von genau 100 mm. Im Gegensatz zu Wickelfalzen, Rollenfalzen oder Fensterfalzen sind Leporellofalzfelder immer gleich breit -- es ist keine Breitenreduzierung noetig, da kein Feld in ein anderes eingesteckt wird.

Felddimensionierung und Falzlinien-Praezision

Die Gleich-Breiten-Regel des Leporellofalzes macht die Groessenberechnung einfach, aber die Praezisionsanforderung steigt mit der Feldanzahl. Jede Falzlinie muss exakt am berechneten Intervall positioniert sein, und jeder Fehler an einer Falzlinie pflanzt sich durch alle nachfolgenden Falze fort.

Beispiel fuer kumulativen Fehler: Betrachten Sie einen 6-Feld-Leporello auf einem 600 mm breiten Bogen. Jedes Feld sollte 100 mm breit sein. Wenn die erste Falzlinie bei 100,5 mm platziert wird (0,5 mm daneben), und jede nachfolgende Falzlinie diesen Fehler erbt, wird das sechste Feld 97,5 mm breit statt 100 mm -- ein 2,5-mm-Fehler, der deutlich sichtbar ist. Bei 8 Feldern koennte der kumulative Fehler bei einem 0,5 mm Versatz pro Falz 3,5 mm erreichen.

Toleranzrichtlinien:

  • 4-Feld-Leporello: Falzlinien-Positionstoleranz von +/-0,5 mm ist akzeptabel. Kumulativer Fehler bleibt unter 1,5 mm.
  • 6-Feld-Leporello: Falzlinien-Toleranz sollte +/-0,3 mm sein. Kumulativer Fehler bleibt unter 1,5 mm.
  • 8-Feld-Leporello: Falzlinien-Toleranz sollte +/-0,2 mm sein. Dies erfordert typischerweise Praegefalzung oder CNC-gesteuerte Falzausruestung.

Ueberpruefung der Falzlinienpositionen: Messen Sie in Ihrem ausgeschossenen PDF den Abstand von der fuehrenden Kante des Bogens zu jeder Falzlinie. Die Positionen sollten exakte Vielfache der Feldbreite sein: 1x, 2x, 3x, 4x und so weiter. Jede Abweichung weist auf einen Ausschiessfehler hin, der vor der Produktion korrigiert werden muss. In PDF Press zeigt die Vorschau Falzlinienpositionen, die Sie gegen Ihre berechneten Werte ueberpruefen koennen.

Bogengroessenauswahl: Waehlen Sie eine Bogenbreite, die sich gleichmaessig durch die Feldanzahl teilen laesst, und zwar bis zur Praezision Ihrer Ausruestung. Fuer einen 5-Feld-Leporello ist eine Bogenbreite von 500 mm (100-mm-Felder) sauberer als 498 mm (99,6-mm-Felder). Runde Feldbreiten vereinfachen die Falzmaschineneinrichtung und reduzieren die Chance auf kumulative Fehler. Wenn Ihr Design eine bestimmte fertige Feldbreite erfordert, berechnen Sie die Bogenbreite als Feldbreite x Feldanzahl und bestellen Sie bei Bedarf auf Mass geschnittene Bogen.

Beschnitt- und Rand-Regeln fuer Leporellofalze

Beschnitt- und Randanforderungen fuer Leporellofalze folgen denselben Prinzipien wie bei einfacheren Falzen, mit zusaetzlichen Ueberlegungen fuer die erhoehte Anzahl von Falzlinien.

Beschnittkantenueberstand: Fuegen Sie 3 mm (0,125 Zoll) Beschnitt ueber alle vier Beschnittkanten des Flachbogens hinzu. Dies ist Standard fuer jedes kommerziell gedruckte und beschnittene Stueck. Der Beschnittbereich wird beim Schneiden entfernt und stellt sicher, dass keine weissen Kanten erscheinen, wenn der Schnitt leicht ausserhalb der Mitte liegt.

Falzlinien-Ueberlappung: Fuehren Sie an jeder Falzlinie Hintergrundfarben, Bilder oder grafische Elemente mindestens 2 mm ueber die Falzlinie in beide Richtungen hinaus. Diese Ueberlappung kompensiert leichte Falzpositionsvariationen. Fuer Leporellofalze mit 5+ Feldern erhoehen Sie die Ueberlappung auf 3 mm, da der kumulative Falzpositionsfehler mit der Feldanzahl steigt.

Sicherheitsraender: Halten Sie kritische Inhalte (Text, Logos, Barcodes) mindestens 5 mm von den Beschnittkanten und mindestens 4 mm von den Falzlinien entfernt. In der Naehe von Falzlinien koennen Text und feine Details teilweise vom Falz selbst verdeckt oder durch die Papierbiegung verzerrt werden. Dies ist besonders wichtig fuer Leporellofalze auf schwererem Material, wo der Falzradius breiter ist und mehr Papier vom Biegevorgang verbraucht wird.

Feldueber­greifende Bildausrichtung: Leporellofalze werden haeufig fuer Panoramabilder verwendet, die mehrere Felder ueberspannen. Wenn ein Foto oder eine Illustration Falzlinien kreuzt, muss es an jedem Falz praezise ausgerichtet sein. Die Toleranz fuer sichtbare Fehlausrichtung in einem Panoramabild betraegt ungefaehr 0,3 mm -- alles darueber ist fuer das Auge wahrnehmbar, insbesondere bei geraden horizontalen Elementen wie Horizontlinien oder architektonischen Kanten. Stellen Sie sicher, dass Ihre Ausschiesssung Falzlinien in exakten Intervallen platziert und dass Ihre Druckregistrierung eng genug fuer feldueber­greifende Ausrichtung ist.

Beschnitt in PDF Press: Verwenden Sie bei der Konfiguration Ihres Leporellofalzes in PDF Press den Beschnitt-Bereich, um Beschnittkantenmasse einzustellen. Waehlen Sie "Aus Dokument uebernehmen", wenn Ihr PDF eine TrimBox mit definiertem Beschnittbereich enthaelt, oder geben Sie feste Werte ein. Die Vorschau rendert die Beschnittzone, damit Sie bestaetigen koennen, dass alle Beschnittkanten abgedeckt sind. Fuer Falzlinien-Ueberlappung liegt dies in der Verantwortung der Designdatei -- stellen Sie sicher, dass Ihr Artwork ueber die Falzlinien hinausreicht, bevor Sie es in PDF Press hochladen.

Falzmechanik: Abwechselnde Richtungen und Maschineneinrichtung

Die abwechselnde Falzrichtung definiert den Leporellofalz und unterscheidet ihn von Parallelfalzen (wie dem Wickelfalz). Das Verstaendnis des mechanischen Prozesses ist wesentlich fuer korrekte Ausschiesssung und Weiterverarbeitungsspezifikationen.

Falzrichtungssequenz: Ausgehend von der linken Kante des Bogens biegt der erste Falz das Papier vorwaerts (Talfalz), der zweite Falz biegt rueckwaerts (Bergfalz), der dritte Falz biegt wieder vorwaerts und so weiter. Diese Abwechslung erzeugt die Zickzack-Struktur. Von oben betrachtet bilden die Falzlinien eine fortlaufende Reihe von Spitzen und Taelern.

Berg- und Tal-Notation: In Origami und Papier-Engineering werden Falze als Bergfalze (Papier biegt sich von Ihnen weg) und Talfalze (Papier biegt sich zu Ihnen hin) klassifiziert. Bei Leporellofalzen wechseln die Falztypen ab: Tal, Berg, Tal, Berg. Diese Notation ist nuetzlich bei der Kommunikation mit Falzmaschinenbe­dienern, die Falztaschen abwechselnd auf der Ober- und Unterseite des Bogenpfads einstellen, um die abwechselnden Richtungen zu erzeugen.

Stauchfalzmaschinen-Einrichtung: Auf einer Stauchfalzmaschine (dem gaengigsten Typ kommerzieller Falzmaschinen) erfordern Leporellofalze Falztaschen, die abwechselnd zwischen Ober- und Unterseite des Bogenpfads wechseln. Ein 4-Feld-Leporello braucht 3 Falztaschen: Tasche 1 (unten), Tasche 2 (oben), Tasche 3 (unten). Ein 6-Feld-Leporello braucht 5 Falztaschen, die aehnlich abwechseln. Die meisten Standard-Stauchfalzmaschinen haben 4 Falztaschen, was sie auf 5-Feld-Leporellofalze in einem einzigen Durchgang beschraenkt.

Zwei-Durchgang-Falzung: Fuer Leporellofalze mit mehr Feldern, als die Maschine in einem Durchgang bewaeltigen kann, wird der Bogen im ersten Durchgang teilweise gefalzt und dann fuer die restlichen Falze erneut zugefuehrt. Zum Beispiel koennte ein 7-Falz- (8-Feld-) Leporello als 4 Falze im ersten Durchgang und 3 Falze im zweiten Durchgang gefalzt werden. Zwei-Durchgang-Falzung erfordert mehr Zeit und Kosten, und die Ausrichtung zwischen den Durchgaengen muss praezise sein -- die Falztaschen im zweiten Durchgang muessen relativ zu den bereits im ersten Durchgang gemachten Falzen positioniert werden.

Schwertfalzmaschinen-Alternative: Schwertfalzmaschinen verwenden ein Schwert, um das Papier zwischen zwei Walzen zu druecken und einen Falz zu erzeugen. Sie sind langsamer als Stauchfalzmaschinen, aber praeziser fuer schweres Material und komplexe Falze. Fuer Leporellofalze auf Material ueber 170 g/m² kann Schwertfalzung sauberere Ergebnisse liefern als Stauchfalzung, insbesondere fuer den ersten und letzten Falz, wo das Papier eine einzelne Lage ist und am anfaelligsten fuer Wandern.

Papierauswahl und Laufrichtung fuer Leporellofalze

Die Papierwahl fuer Leporellofalze muss Druckqualitaet, Falzbarkeit und Handhabungseigenschaften des fertigen Produkts in Einklang bringen. Die Anzahl der Falze verstaerkt sowohl die Vor- als auch die Nachteile Ihrer Papierauswahl.

Laufrichtung: Die Laufrichtung muss parallel zu den Falzlinien verlaufen. Dies ist nicht verhandelbar fuer Leporellofalze mit 4+ Feldern. Quergerichtete Falze bei einem Leporello werden brechen, insbesondere beim ersten und letzten Falz, wo sich das Papier ueber eine einzelne Lage biegt (maximale Belastung pro Falz). Geben Sie die Laufrichtung auf dem Auftragszettel an und ueberpruefen Sie sie beim Papierlieferanten.

Papiergewicht nach Feldanzahl:

  • 4 Felder: Bis 170 g/m² (65 lb cover) mit Rillung. 80-130 g/m² (50-80 lb text) ohne Rillung.
  • 5-6 Felder: Bis 130 g/m² (80 lb text) mit Rillung. 80-100 g/m² (50-70 lb text) ohne Rillung. Schwereres Material erzeugt uebermässige Dicke an den Falzkanten und bewirkt, dass das Stueck nicht flach stapelt.
  • 7-8 Felder: Maximal 100 g/m² (70 lb text). Schwereres Material erzeugt zu viele Lagen an den abwechselnden Falzkanten und das Stueck wird unhandlich dick. Bei 8 Feldern auf 150 g/m² Material wuerde die gefalzte Dicke ungefaehr 4,8 mm betragen -- zu dick fuer die meisten Umschlaege und automatisierte Versandausruestung.

Rillungsschwellen fuer Leporellofalze: Rillen Sie alle Falzlinien bei gestrichenem Material ueber 100 g/m² und ungestrichenem Material ueber 130 g/m². Fuer Digitaldrucke rillen Sie ueber 100 g/m² unabhaengig von der Beschichtung. Bei mehreren Falzen ruiniert selbst ein gerissener Falz das gesamte Stueck -- daher ist es besser, bei einer niedrigeren Schwelle zu rillen, als ein Reissen an irgendeinem Falz zu riskieren.

Papiersteifigkeit: Ueber das Gewicht hinaus beeinflusst die Papiersteifigkeit (gemessen in Millinewton), wie gut der Leporellofalz seine Form haelt. Steifere Papiere erzeugen Leporellofalze, die selbststaendig aufrecht stehen (nuetzlich fuer Displays und Tischaufsteller), waehrend weichere Papiere Falze erzeugen, die flach liegen und besser fuer Stuecke geeignet sind, die versendet oder in Verpackungen eingelegt werden.

Synthetische Substrate: Fuer Leporellofalze, die Wasserbestaendigkeit oder extreme Haltbarkeit erfordern (Outdoor-Wanderkarten, Feldfuehrer, industrielle Referenzkarten), erwaegen Sie synthetische Substrate wie Teslin oder Yupo. Diese Materialien falzen ohne zu reissen, nehmen keine Feuchtigkeit auf und halten wiederholtem Falzen und Entfalten stand. Sie erfordern jedoch spezielle Farbformulierungen und koennen nicht auf allen Druckmaschinen verarbeitet werden. Die Ausschiesssung ist dieselbe wie fuer Papier.

Leporello-Broschueren: Leporellofalze als gebundene Produkte

Eine Leporello-Broschuere ist ein leporellogefalztes Stueck mit Deckeln, die am ersten und letzten Feld befestigt sind. Die Deckel bestehen typischerweise aus schwererem Material (200-350 g/m² Karton), das auf die aeussersten Felder geklebt wird, wodurch der Leporellofalz zu einem eigenstaendigen buchartigen Produkt wird, das sich oeffnet und ein fortlaufendes Panorama-Inneres freigibt.

Konstruktion: Das Leporello-Innere wird auf einem einzelnen Bogen gedruckt, gefalzt, und dann werden das erste und letzte Feld auf vorgeschnittene Deckel geklebt. Die Deckel koennen schlicht, bedruckt, laminiert oder mit Spezialmaterial (Stoff, Leder, Dekorpapier) bezogen sein. Die Deckelmasse sollten genau den gefalzten Feldmassen entsprechen, oder 1-2 mm groesser an jeder Kante fuer einen leichten Ueberstand (eine "Lippe", die die Innenfelder schuetzt).

Gaengige Produkte:

  • Fotobuecher und Portfolio-Displays (das Panoramaformat praesentiert eine Bildreihe)
  • Kunstdrucke und limitierte Kuenstlerbuecher
  • Tourismus-Souvenir-Broschueren (Stadtpanoramen, Wahrzeichen-Serien)
  • Kinder-Klappbilderbuecher
  • Hochzeits-Fotodisplays und -einladungen
  • Museums- und Ausstellungskataloge

Ausschiesssung fuer Leporello-Broschueren: Das Leporello-Innere wird als Standard-Leporellofalz ausgeschossen -- die Deckelbefestigung ist ein Weiterverarbeitungsschritt, der die Ausschiesssung nicht beeinflusst. Sie muessen jedoch die Leimflaeche auf dem ersten und letzten Feld beruecksichtigen. Typischerweise werden 10-15 mm des ersten und letzten Feldes auf die Deckel geklebt und sind nicht sichtbar. Gestalten Sie diese Felder mit einem Leimtabu-Bereich, der keine kritischen Inhalte enthaelt, und passen Sie Ihre Sicherheitsraender entsprechend an.

Feldanzahl fuer Leporello-Broschueren: Gaengige Feldanzahlen sind 6, 8, 10 und 12 (die beiden Endfelder sind teilweise durch die Deckel verdeckt, sodass die sichtbare Feldanzahl effektiv N-2 ist). Eine 10-Feld-Leporello-Broschuere zeigt 8 voll sichtbare Innenfelder, wenn sie geoeffnet wird, plus die zwei Deckelvorderseiten.

Leporello-Broschueren sind ein natuerlicher Kandidat fuer das Grid-Werkzeug von PDF Press, das die Feldanordnung uebernimmt und sicherstellt, dass Falzlinien in exakten Intervallen positioniert sind. Richten Sie Ihr Raster mit der vollen Feldanzahl ein, fuegen Sie Beschnitt und Marken hinzu, und die Ausgabe ist bereit fuer Ihre Druckerei und Ihren Buchbinder.

Gestaltung feldueber­greifender Grafiken fuer Leporellofalze

Eine der groessten Staerken des Leporellofalzes ist seine Faehigkeit, ein einzelnes breites Bild oder eine Grafik ueber alle Felder hinweg darzustellen, wenn er vollstaendig aufgefaltet ist. Panoramafotografien, Zeitleisten, Infografiken, Karten und illustrierte Erzaehlungen profitieren alle von diesem Format. Allerdings erfordern feldueber­greifende Grafiken sorgfaeltiges Design und Ausschiesssung, um sichtbare Fehlausrichtung an den Falzlinien zu vermeiden.

Design-Datei-Einrichtung: Erstellen Sie Ihr Design in voller Flachbogengroesse als einzelnes fortlaufendes Layout. Platzieren Sie Falzlinien-Hilfslinien an jeder Feldgrenze. Gestalten Sie Ihre feldueber­greifenden Elemente so, dass sie ohne Unterbrechung ueber diese Hilfslinien fliessen. Erstellen Sie nicht jedes Feld als separate Seite und setzen Sie sie spaeter zusammen -- dies fuehrt zu Ausrichtungsfehlern an den Feldverbindungen.

Falzlinien-Kompensation: An jeder Falzlinie wird ein kleiner Teil des Bildes vom Falz selbst "verbraucht" -- das Papier biegt sich um einen Radius und das Bild auf dem Falzscheitel wird komprimiert, waehrend das Bild im Falztal gedehnt wird. Auf duennem Papier (80 g/m²) ist dieser Effekt minimal. Auf schwererem Material (150+ g/m²) ist der Falzradius breiter und die Verzerrung ausgepraegter. Fuer kritische feldueber­greifende Ausrichtung auf schwerem Material fuegen manche Designer eine 0,5-1 mm "Dehnungszone" an jeder Falzlinie hinzu, um die Falzradius-Verzerrung zu kompensieren.

Aufloesungsueberlegungen: Panoramabilder, die 6 oder 8 Felder ueberspannen, decken einen sehr breiten Bereich ab. Bei 300 DPI und 8 Feldern mit je 100 mm ist die Bildbreite 800 mm -- was eine Quellbild-Aufloesung von ungefaehr 9.450 Pixeln Breite erfordert. Stellen Sie sicher, dass Ihre Quellfotografie oder Ihr Artwork ausreichende Aufloesung hat, um Schaerfe ueber die gesamte Spanne beizubehalten. Das Hochskalieren eines niedrigaufloesenden Bildes ueber 8 Felder erzeugt sichtbare Pixelbildung, insbesondere in den mittleren Feldern, auf die sich das Auge des Betrachters natuerlich konzentriert.

Farbkonsistenz ueber Felder: Auf Offsetdruckmaschinen kann die Farbdichte ueber die Bogenbreite leicht variieren, was in einem Panoramabild als subtile Farbverschiebung zwischen Feldern sichtbar sein kann. Fordern Sie einen Farbkontrollstreifen auf dem Druckbogen an und bitten Sie den Maschinenbe­diener, die Dichte ueber die volle Breite zu ueberwachen. Auf Digitaldruckmaschinen ist die Farbkonsistenz generell besser, aber ueberpruefen Sie sie mit einem Proof ueber die volle Bogenbreite.

Teilentfaltungs-Lesbarkeit: Denken Sie daran, dass Leporellofalze oft teilweise statt vollstaendig aufgefaltet werden. Gestalten Sie jede Feldgruppe (2-3 benachbarte Felder) so, dass sie fuer sich allein sinnvoll ist, auch wenn das volle Panorama alle Felder ueberspannt. Auf diese Weise funktioniert das Stueck, ob der Leser es teilweise oder vollstaendig oeffnet.

Leporello-Ausschiesssung fuer Digital- und Offsetdruck

Die Druckmethode beeinflusst die Leporello-Ausschiesssung unterschiedlich, abhaengig von der Feldanzahl und der Auflagenhoehe.

Digitaldruck:

  • Maximale Bogenbreite: Die meisten Digitaldruckmaschinen verarbeiten bis SRA3 (320 x 450 mm) oder 13 x 19 Zoll. Ein 6-Feld-Leporello mit 75-mm-Feldern erfordert einen 450-mm-Bogen -- gerade noch auf SRA3 passend. Fuer breitere Leporellofalze benoetigen Sie moeglicherweise eine Grossformat-Digitaldruckmaschine oder muessen den Leporello in zwei Haelften aufteilen, die separat gedruckt und zusammengefuegt werden.
  • Registrierung: Die Registrierung von Digitaldruckmaschinen betraegt typischerweise +/-0,5 mm Vorder-zu-Rueckseite. Fuer 4-Feld-Leporellofalze ist dies ausreichend. Fuer 6+ Feld-Falze, bei denen feldueber­greifende Ausrichtung kritisch ist, ueberpruefen Sie die Registrierung auf einem Testbogen vor der vollen Auflage.
  • Rillung: Digitaler Toner reisst leicht an Falzen. Rillen Sie alle Leporellofalze bei Digitaldrucken ab 100 g/m², unabhaengig von der Feldanzahl.
  • Kosteneffizienz: Digitaldruck ist kosteneffektiv fuer Leporello-Auflagen unter 300 Exemplaren. Fuer 4-Feld-Leporellofalze auf Standard-Bogengroessen ist Digital oft die wirtschaftlichste Wahl fuer Kleinauflagen.

Offsetdruck:

  • Bogengroessen: Offsetdruckmaschinen verarbeiten viel breitere Bogen (25 x 38 Zoll / 635 x 965 mm und groesser), die 6-8 Feld-Leporellofalze auf einem einzelnen Bogen aufnehmen koennen. Sie koennen auch mehrere Leporello-Stuecke auf einem Druckbogen fuer Hochvolumen-Auflagen zusammenfassen.
  • Registrierung: Offset erreicht +/-0,1-0,2 mm Registrierung, was es zur bevorzugten Methode fuer Leporellofalze mit feldueber­greifenden Panoramabildern macht.
  • Farbauftrag: Panoramabilder ueber mehrere Felder haben typischerweise hohen Farbauftrag. Im Offset bedeutet dies laengere Trocknungszeiten und potenzielle Abklatschgefahr (nasse Farbe von einem Bogen uebertraegt sich auf die Rueckseite des Bogens darueber im Auslegestapel). Verwenden Sie Bestaeubungspuder und lassen Sie ausreichend Trocknungszeit vor dem Falzen.
  • Sammelform-Konfigurationen: Fuer Hochvolumen-Produktion fassen Sie 2 oder mehr Leporello-Stuecke auf einem einzelnen Druckbogen zusammen, wobei die Falzlinien ausgerichtet sind. Dies ermoeglicht der Falzmaschine, alle Stuecke mit derselben Falztaschen-Einrichtung zu verarbeiten.

In PDF Press stellen Sie Ihre Ausgabe-Papiergroesse entsprechend Ihrem Druckbogen ein, ob Digital oder Offset. Das Werkzeug uebernimmt Feldpositionierung, Beschnittverlae­ngerung und Markenplatzierung fuer beide Workflows. Verwenden Sie das Grid-Werkzeug fuer das Leporello-Layout und das Schnittmarken-Werkzeug fuer Beschnitt- und Falzmarkierungen.

Leporellofalz in PDF Press einrichten: Schritt fuer Schritt

Hier ist eine vollstaendige Anleitung zur Ausschiesssung einer Leporello-Broschuere mit PDF Press:

Schritt 1: Artwork vorbereiten. Erstellen Sie Ihr Leporello-Design als mehrseitiges PDF, bei dem jede Seite ein Feld darstellt (z. B. 8 Seiten fuer einen 4-Feld-Leporello mit Vorder- und Rueckseite). Alternativ liefern Sie ein 2-seitiges PDF mit der vollstaendigen flachen Vorder- und Rueckseite in Bogengroesse. Fuegen Sie 3 mm Beschnitt an allen Beschnittkanten hinzu und fuehren Sie feldueber­greifende Elemente 2-3 mm ueber jede Falzlinie hinaus.

Schritt 2: In PDF Press hochladen. Oeffnen Sie PDF Press in Ihrem Browser und legen Sie Ihr PDF auf den Upload-Bereich ab. Kein Konto, Login oder Zahlung erforderlich. Ihre Dateien werden vollstaendig in Ihrem Browser verarbeitet.

Schritt 3: Grid-Werkzeug hinzufuegen. Waehlen Sie das Grid-Werkzeug aus dem Werkzeugkasten. Setzen Sie die Spaltenanzahl passend zu Ihrer Feldanzahl (4, 5, 6 usw.) und die Reihenanzahl auf 1 fuer ein einzelnes Leporello-Stueck, oder erhoehen Sie die Reihen fuer das Zusammenfassen mehrerer Kopien. Setzen Sie die Seitenrichtung auf links-nach-rechts, um der Feld-Lesereihenfolge zu entsprechen.

Schritt 4: Papiergroesse konfigurieren. Setzen Sie die Ausgabe-Papiergroesse auf Ihre Druckbogenmasse. Fuer einen 6-Feld-Leporello auf A4-Querformat-Feldern ist der Flachbogen 297 x 6 = 1782 mm breit. Fuer Offset koennte dies auf einem 25 x 38 Zoll-Bogen mit zusaetzlichen Stuecken ausgeschossen werden.

Schritt 5: Beschnitt einstellen. Konfigurieren Sie den Beschnitt im Beschnitt-Bereich. Verwenden Sie "Aus Dokument uebernehmen", wenn Ihr PDF TrimBox-definierten Beschnitt hat, oder geben Sie feste Werte ein (3 mm auf allen Seiten). Ueberpruefen Sie in der Vorschau, dass die Beschnittbereiche ueber die Schnittmarken hinausreichen.

Schritt 6: Weiterverarbeitungsmarken hinzufuegen. Fuegen Sie das Schnittmarken-Werkzeug hinzu. Konfigurieren Sie unterschiedliche Marken fuer Beschnittlinien (durchgezogen) und Falzlinien (gestrichelt oder andere Farbe). Positionieren Sie Marken an beiden Kanten des Bogens fuer jede Falzlinie. Dies teilt dem Falzmaschinenbediener genau mit, wo er die Falztaschen einstellen soll.

Schritt 7: Vorschau und Ueberpruefung. Inspizieren Sie die Vorschau sorgfaeltig: (a) alle Felder sind gleich breit, (b) Falzlinien sind in exakt gleichen Intervallen, (c) Beschnitt deckt alle Beschnittkanten ab, (d) feldueber­greifende Grafiken richten sich an Falzlinien aus, (e) Feldinhalt liest sich korrekt in der Reihenfolge, und (f) Marken sind korrekt positioniert. Fuer Leporellofalze mit 5+ Feldern zoomen Sie in jede Falzlinien-Kreuzung, um die Ausrichtung zu ueberpruefen.

Schritt 8: Herunterladen und dokumentieren. Laden Sie das ausgeschossene PDF herunter und erstellen Sie einen Auftragszettel mit Angaben zu: Leporellofalz (Anzahl der Felder), Falzreihenfolge (abwechselnde Richtungen, beginnend mit der ersten Falzrichtung), Rillungsanforderungen, Laufrichtung, Papiergewicht und fertige gefalzte Groesse.

Haeufige Leporellofalz-Fehler und wie man sie vermeidet

Leporellofalze haben mehr Falzlinien als einfachere Formate, was mehr Moeglichkeiten fuer Fehler bedeutet. Hier sind die haeufigsten Fehler und ihre Loesungen:

1. Nicht-abwechselnde Falzrichtungen. Die Falzmaschine ist mit allen Falztaschen auf derselben Seite eingerichtet, was einen Wickelfalz statt eines Leporellofalzes erzeugt. Felder wickeln sich ineinander, statt zickzackfoermig zu verlaufen. Loesung: Geben Sie "Leporellofalz / Zickzackfalz" (abwechselnde Richtungen) auf dem Auftragszettel an, nicht nur die Anzahl der Falze. Liefern Sie ein Diagramm, das das Zickzack-Profil zeigt.

2. Kumulativer Falzpositionsfehler. Ein kleiner Fehler beim ersten Falz summiert sich ueber nachfolgende Falze, wodurch das letzte Feld deutlich breiter oder schmaler als das erste ist. Loesung: Ueberpruefen Sie Falzlinienpositionen im ausgeschossenen PDF anhand exakter Messungen. Geben Sie enge Falzpositionstoleranzen an (+/-0,3 mm fuer 6+ Felder). Inspizieren Sie die ersten gefalzten Stuecke von der Maschine und justieren Sie nach, bevor Sie die Auflage fortsetzen.

3. Papier zu schwer fuer die Feldanzahl. Ein 6-Feld-Leporello auf 170 g/m² Material erzeugt 3-lagige Falzkanten, die nicht flach stapeln, und das Stueck springt auf. Loesung: Halten Sie das Papiergewicht proportional zur Feldanzahl. 4 Felder: bis 170 g/m². 6 Felder: bis 130 g/m². 8 Felder: bis 100 g/m².

4. Quergerichtete Falzung. Die Laufrichtung verlaeuft senkrecht zu den Falzlinien, und mehrere Felder reissen entlang der Falze. Loesung: Geben Sie Laufrichtung parallel zu den Falzlinien auf dem Auftragszettel an. Wenn quergerichtete Falzung unvermeidbar ist, rillen Sie jede Falzlinie unabhaengig vom Papiergewicht.

5. Feldueber­greifende Bild-Fehlausrichtung. Ein Panoramafoto, das alle Felder ueberspannt, zeigt sichtbare Versaetze an jeder Falzlinie. Loesung: Gestalten Sie das Bild als einzelnes fortlaufendes Stueck in voller Flachbogenbreite. Ueberpruefen Sie, dass die Ausschiesssung keine Feldbreiten-Rundungsfehler einfuehrt. Verwenden Sie Offsetdruck fuer die engste Registrierung.

6. Fehlende Falzmarken fuer mittlere Falzlinien. Falzmarken werden nur an der ersten und letzten Falzlinie platziert, nicht an den inneren. Der Falzmaschinenbediener schaetzt die inneren Falzpositionen. Loesung: Fuegen Sie Falzmarken an beiden Kanten des Bogens fuer jede Falzlinie ein. Nummerieren Sie die Falzmarken sequenziell, damit der Bediener die Einrichtung ueberpruefen kann.

7. Ueberschreitung der Falzmaschinenkapazitaet. Ein 7-Falz-Leporello wird an eine Druckerei mit einer 4-Taschen-Stauchfalzmaschine geschickt, was zwei Durchgaenge erfordert, die die Falzzeit verdoppeln und Ausrichtungsrisiko einfuehren. Loesung: Bestaetigen Sie die Falzkapazitaet Ihres Weiterverarbeiters, bevor Sie die Feldanzahl finalisieren. Wenn die Maschine nicht alle Falze in einem Durchgang bewaeltigen kann, besprechen Sie die Zwei-Durchgang-Falzungslogistik und Ausrichtungsueberpruefung.

Erweiterte Leporellofalz-Anwendungen

Ueber Standard-Broschueren hinaus ermoeglichen Leporellofalze mehrere fortgeschrittene Druckprodukte, die die einzigartigen Eigenschaften des Formats nutzen.

Beidseitiger Leporello mit unterschiedlichen Feldanzahlen: Eine kreative Anwendung, bei der eine Seite ein 6-Feld-Layout (Text und Bilder) und die andere Seite eine durchgaengige Panoramafotografie hat. Beide Seiten teilen dieselben Falzlinien, aber der Designansatz unterscheidet sich vollstaendig. Die Textseite wird Feld fuer Feld gestaltet, waehrend die Panoramaseite als einzelnes fortlaufendes Bild gestaltet wird. Dieser Doppelzweck-Ansatz maximiert den Wert des Leporelloformats.

Leporellofalz mit Tasche: Ein Leporellofalz wird mit einer Tasche kombiniert (auf das letzte Feld geklebt), die lose Beilagen aufnimmt -- Visitenkarten, Bestellformulare oder zusaetzliche Informationsblaetter. Die Tasche wird aus einem separaten Bogen gestanzt und waehrend der Weiterverarbeitung geklebt. Die Ausschiesssung muss die Position der Tasche auf dem letzten Feld beruecksichtigen und einen Leimbereich frei von gedrucktem Inhalt lassen.

Perforierte Leporellofalze: Manche Leporellofalze enthalten eine Perforation entlang einer oder mehrerer Falzlinien, die es ermoeglicht, Felder einzeln abzutrennen. Dies wird fuer Tickets, Gutscheine und mehrteilige Formulare verwendet. Die Perforation ersetzt die Falzlinie und wird waehrend der Weiterverarbeitung mit einem Perforierrad aufgebracht. Die Ausschiesssung ist dieselbe wie fuer einen Standard-Leporellofalz, aber der Auftragszettel muss angeben, welche Falzlinien perforiert und welche Standard-Falze sind.

Mixed-Media-Leporellofalze: In Kunst- und Handwerksanwendungen werden Leporellofalze mit gestanzten Formen, Pop-up-Elementen oder aufgeklebten Beilagen (Fotos, Stoffmuster oder Materialproben, die auf einzelne Felder geklebt werden) kombiniert. Diese werden typischerweise von Hand zusammengesetzt und repraesentieren das obere Ende der Leporellofalz-Produktion.

Fuer alle diese Anwendungen bleiben die Ausschiesssgrundlagen gleich: gleiche Feldbreiten, praezise Falzlinienpositionen, ausreichender Beschnitt und korrekte Laufrichtung. Die erweiterten Weiterverarbeitungsschritte werden nach der Herstellung des bedruckten und ausgeschossenen Bogens ausgefuehrt. Verwenden Sie PDF Press fuer die Ausschiesssphase und kommunizieren Sie die Weiterverarbeitungsanforderungen (Taschen, Perforierungen, Stanzungen) separat an Ihren Weiterverarbeiter.

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